Hier finden Sie die von uns veröffentlichten Positionspapiere zum Download:

Immer wieder ist zu lesen, dass die großen Verbände den Umbau der
Tierhaltung im Sinne der Borchert-Pläne unterstützen. Die ISD hat mit Herrn
Landwirtschaftsminister a.D. Jochen Borchert gesprochen. 

Auf die Frage ob die Deutsche Tierhaltung dem Tierschutzgesetz entspricht, hat er uns Folgendes geantwortet:

„Wenn z. B. im sogenannten „Magdeburger Urteil“ festgestellt wurde, das Sauen, im Sinne des Tierschutzgesetzes anders gehalten werden müssen, dann bedeutet das nicht, das die Tierhalter Ihre Tiere falsch halten, sondern, dass das Tierschutzgesetz durch die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung, und die dazu gehörigen Ausführungshinweise nicht richtig umgesetzt wurde!“ 

Nachzuhören in einer Diskussion mit den agrarpolitischen Sprechern der Parteien (zum YouTube – Mitschnitt)

Dr. Hermann-Josef Nienhoff wird Leiter der neuen Koordinationszentrale für Handel und Landwirtschaft, die der DBV, der DRV und der HDE Anfang März eingerichtet haben. In
einem Interview mit topagrar hat er am 03.03.21 u.a. folgende Aussagen gemacht:

Die Neuausrichtung der Tierhaltung braucht mehr Engagement und Vorschläge aus der Landwirtschaft. Die Deutschen Verbraucher sind beim Thema Lebensmittelsicherheit sehr sensibel. Das QS-Qualitätssicherungssystem hat Lebensmittelkrisen immer wieder im Keim erstickt.
Der Handel will am Ende des Tages vor allem deutsche Waren im Regal
haben. Alle wissen, dass unsere Bürger für mehr Tierwohl sind, und als Verbraucher möglichst günstig kaufen wollen. Kein Lebensmittelhändler kann es sich erlauben von NGO´s angegriffen zu werden. Die politischen Deals sind zu Lasten der Deutschen Bauern gegangen.

Niemand im Markt benötigt ein staatliches Tierwohllabel, auch ist der Verwaltungs- und Kontrollaufwand zu hoch. Europäische Lösungen sollten bevorzugt werden. Deshalb praktikable und zukunftsorientierte Lösungen aus der Wertschöpfungskette heraus entwickeln. Es muss proaktiv gehandelt werden.

Die ISD steht für mehr Engagement und Vorschläge aus der Landwirtschaft!
Wir wollen das vor allem deutsche Waren in den Regalen liegen, die vom Verbraucher gekauft werden.
Deshalb handeln wir proaktiv, wie u.a. unsere Positionspapiere zeigen!

Download des Positionspapiers

Die Afrikanische Schweinepest konnte bisher nicht wirksam eingedämmt werden. Die Zahl der an ASP verendeten Wildschweine steigt, und das betroffene Gebiet wird größer.

In erster Linie denken wir an die Gesundheit unserer Hausschweine. Wir wollen nicht, dass unsere Hausschweine unter der Seuche leiden. Aber auch die 300.000 – 500.000 Wildschweine, die in Deutschland in unseren Wäldern leben, können an der Seuche qualvoll verenden, wenn die ASP in Deutschland nicht endlich beendet wird.

Dirk Breske, Tierarztpraxis Silke Breske, Dresdener Straße 57, 02681 Wilthen, hat in einem umfassenden Konzept genau beschrieben, welche konkreten Maßnahmen in welchen Schritten umzusetzen sind, wenn die noch gesunden Haus- und Wildschweine vor der Seuche geschützt werden sollen.

Auch geht es um die Vermeidung von Schäden für die in erster Linie betroffenen Bundesländer Sachsen und Brandenburg, aber auch um die betroffenen Landkreise, Bauern, Förster, Jäger, Fischer und Erholungssuchende.

Das Konzept enthält 7 Hauptanforderungen für eine schnelle und effektive ASP Bekämpfung im Wildschweinbestand der aktuellen ASP-Risiko-Gebiete, die bereits etwa 10-15% des Gebietes von Deutschland ausmachen, mit steigender Tendenz!

1. Zentrale Koordination
2. Schneller und professioneller Zaunbau
3. Einsatz von Luftaufklärung mittels Infrarottechnik
4. Segmentierung der Restriktionszonen
5. Einbeziehung und finanzielle Motivation der Revierinhaber
6. Einsatz externer Kräfte zur Unterstützung der Revierinhaber
7. Rechtliche Prüfung für den Gifteinsatz

Dirk Breske hat auf etwa 4,5 Seiten exakt dargelegt,

– welche Voraussetzungen zu schaffen sind,
– wie ein optimaler Ablauf organisiert wird,
– wie die Entnahme der Risikotiere erfolgen muss,
und wie die Verwertung der Tiere optimiert werden kann.

Das vollständige Konzept wird in „DBreske-Konzept-ASP-BeendigungSeuchenlage_20210308_01“ beschrieben.

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Report Mainz hat ein Interview mit Herrn Jochen Borchert veröffentlicht.
Quelle:
https://www.facebook.com/reportmainz/videos/843733389807437
In diesem Interview wurde Herrn Borchert folgende Frage gestellt:
„Herr Borchert, ist die konventionelle Landwirtschaft mit dem Tierschutzgesetz vereinbar?
Herr Borchert antwortete darauf „Nein, deswegen ja der Vorschlag zur Änderung!“
Diese Aussage kommt bei vielen Tierhaltern so an, als ob die Deutschen Tierhalter Ihre
Tiere nicht entsprechend dem Deutschen Tierschutzgesetz halten. Und es geht hier
offensichtlich nicht um die Art und Weise des Umgangs mit dem Tier, sondern die
eingesetzte Bau- und Haltungstechnik, den die soll ja fundamental geändert werden, und
nicht der Umgang mit dem Tier durch den Tierhalter!

Die ISD vertritt die Position, dass Tierhalter sich in Deutschland an das Tierschutzgesetz
und die auf seiner Basis erlassenen Verordnungen zu Bau und Haltung halten.
Gleichzeitig macht die ISD selbst Vorschläge, wie es den Tieren noch besser gehen kann!

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Laut aktueller Tierschutz-Nutztier-Haltungsverordnung (TSNHV) vom 29.01.2021 wird für die Luftqualität in Schweineställen z. B. der Grenzwerte 20ppm NH3 vorgegeben.

Vorschlag:
Die Messmethode im Aufenthaltsbereich der Tiere sollte ähnlich sein, wie die
Messmethode der Arbeitsplatzgrenzwerte bei Menschen. Tiere strukturieren ihre Bucht in den Liege-, Fress- und Aktivitätsbereich sowie den Mistbereich. Die Aufenthaltszeiten betragen etwa 80% im Liege-, etwa 10% im Fress- und etwa 10% im Mistbereich.

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In der zukünftigen TSNHV wird eine Gruppenhaltung ab
Absetzen gefordert. Fress- und Fressliegebuchten sollen nicht als
Fluchtmöglichkeit anerkannt werden. Während dieser
Gruppenhaltung kommen Sauen in den Zustand der Rausche und
reiten dann auf schwächeren Sauen auf.

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 Was ist bisher passiert?

  • Am 10.09.2020 wurde das erste an ASP verendete Wildschwein in Deutschland,
    genauer in Brandenburg, gefunden
  • Stand 19.01.2021, d. h. etwa 4 Monate später, wurden in Brandenburg
    insgesamt 478 Kadaver und in Sachsen 17 ASP-Kadaver gefunden
  • Noch ist (zum Glück) kein Hausschwein betroffen!
  • Seit dem ersten Nachweis, d.h. seit über 4 Monaten sind kaum noch Exporte in Staaten außerhalb der EU möglich!

Warum ist das ein Problem?

  • Nur etwas über 70% des Schweines werden in Deutschland verwertet
  • Mehr als ein Viertel des in Deutschland geschlachteten Schweines
    müssen exportiert werden, weil es in Deutschland nicht gegessen wird!
    (z.B. Kopf, Pfötchen, Schwanz, Innereien
  • Weil Deutschland wegen ASP Handelsbeschränkungen unterliegt,
    können die Teile vom Schwein,
    die in Deutschland wenig oder gar nicht gegessen werden,
    überwiegend nicht exportiert werden!

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Das Positionspapier basiert auf
von der Bauförderung Landwirtschaft (BFL) erarbeiteten Lösungsansätzen,
wie noch mehr Tierwohl in der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung
berücksichtigt werden kann, aber so, dass
die Bevölkerung nicht mehr Geld für Produkte vom Schwein bezahlen muss.

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 Das Positionspapier macht konkrete Vorschläge,
wie mit einfachen Maßnahmen
die ASP in Deutschland eingedämmt werden kann.
Belgien und Tschechien haben ASP erfolgreich bekämpft,
und sind wieder frei von ASP.
Das Positionspapier will Wege aufzeigen,
wie Deutschland genauso erfolgreich ASP bekämpfen kann!

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Das Positionspapier macht einen konkreten Vorschlag,
wie mit einfachen Maßnahmen
die bestehenden Handelsbeschränkungen beendet werden können.
Nur etwas über 70% des Schweines werden in Deutschland verwertet!
Mehr als ein Viertel des in Deutschland geschlachteten Schweines
müssen exportiert werden, weil es in Deutschland nicht gegessen wird!
(z.B. Kopf, Pfötchen, Schwanz, Innereien)
Weil Deutschland wegen der ASP Handelsbeschränkungen unterliegt, können die
Teile vom Schwein, die in Deutschland wenig oder gar nicht gegessen werden,
überwiegend nicht exportiert werden!
  

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Das Positionspapier basiert auf dem
Bundesprogramm zur Investitionsförderung für den Stallumbau.
Im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.
Zur kurzfristigen Umsetzung der Vorgaben
der Siebten Verordnung zur Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung.
Das Positionspapier basiert auf von der Bauförderung Landwirtschaft (BFL)
erarbeiteten Lösungsansätzen, ergänzt um Lösungsansätze der ISD.

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